20. März 2026

Transport von Reptilien und Amphibien

Der sichere Transport von Reptilien erfordert einige wichtige Vorkehrungen, um Stress und Verletzungen für das Tier zu minimieren. Eine bewährte Methode ist die Verwendung einer gut isolierten Styroporbox, da sie dabei hilft, die Temperatur im Inneren möglichst konstant zu halten. So wird verhindert, dass das Tier während des Transports auskühlt oder überhitzt.

Für den direkten Transport des Reptils eignen sich entweder Stoffbeutel oder – bei weniger schreckhaften Arten – eine sogenannte Faunabox. Wird ein Stoffbeutel verwendet, sollte dieser auf links gedreht werden, damit störende Nähte innen liegen und das Risiko von Verletzungen reduziert wird. Eine Faunabox bietet zwar Schutz und Belüftung, ist jedoch eher für ruhigere, nicht zu schreckhafte Tiere geeignet.

Zusätzlich sollte eine Wärmequelle eingesetzt werden, wenn die Umgebungstemperatur zu niedrig ist, um die notwendige Temperatur zu gewährleisten. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass diese nicht zu heiß ist und keinen direkten Kontakt zum Tier hat, da sonst Verbrennungsgefahr besteht.

Falls im Zuge des Transports eine Kotprobe mitgenommen werden soll, kann auch eine ältere Probe verwendet werden. Um ein Austrocknen zu verhindern, empfiehlt es sich, einen Tropfen Wasser hinzuzufügen, damit die Probe für eine spätere Untersuchung geeignet bleibt.

Checkliste für den sicheren Transport von Reptilien

Vorbereitung

  • Geeignete Transportbox wählen (Styroporbox zur Isolierung)
  • Temperaturverhältnisse vorab prüfen (Außentemperatur berücksichtigen)

Unterbringung des Tieres

  • Stoffbeutel verwenden (auf links gedreht, um Verletzungen durch Nähte zu vermeiden)
  • Alternativ: Faunabox nur bei ruhigen, nicht schreckhaften Arten

Temperaturmanagement

  • Wärmequelle einsetzen, wenn es zu kalt ist
  • Darauf achten, dass die Wärmequelle nicht zu heiß ist
  • Kein direkter Kontakt zwischen Tier und Wärmequelle (Verbrennungsgefahr)

Transportbedingungen

  • Box sicher verschließen, aber ausreichend belüften
  • Erschütterungen und unnötigen Stress vermeiden
  • Transportdauer möglichst kurz halten

Kotprobe

  • Auch ältere Probe verwendbar
  • Einen Tropfen Wasser hinzufügen, um Austrocknung zu verhindern
  • Probe sicher und getrennt vom Tier transportieren

Nach dem Transport

  • Tier vorsichtig in das vorbereitete Terrarium setzen
  • Temperatur und Verhalten des Tieres kontrollieren


Checkliste für den sicheren Transport von Fischen und (wassergebundenen) Amphibien

Vorbereitung

  • Geeignete Transportbehälter wählen (Tüten mit abgerundeten Ecken oder Faunaboxen)
  • Nur geeignete Tüten mit runden Ecken verwenden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren
  • Styroporbox zur Isolierung verwenden (Temperatur stabil halten)
  • Nur Wasser aus dem bestehenden Aquarium nutzen (kein frisches Wasser)

Befüllung der Transportbehälter

  • Verhältnis beachten: ca. 1/3 Wasser und 2/3 Luft
  • Behälter sicher verschließen, aber ausreichend Sauerstoff gewährleisten

Sauerstoffversorgung (bei längeren Transporten)

  • Sauerstoffpumpe einsetzen
  • Sprudler (Ausströmerstein) zur besseren Sauerstoffanreicherung verwenden

Temperaturmanagement

  • Temperatur möglichst konstant halten
  • Je nach Art auf passende Temperatur achten
  • Styroporboxen zur Isolierung nutzen

Transport von Amphibien

  • Wassergebundene Arten wie Fische transportieren
  • Tiere nur mit Latexfreien Handschuhen in den Transportbehälter setzen
  • Arten, die außerhalb des Wassers atmen: in Boxen mit nassen Handtüchern transportieren
  • Darauf achten, dass die Tiere nicht austrocknen

Transportbedingungen

  • Erschütterungen und Stress vermeiden
  • Transportdauer möglichst kurz halten

Nach dem Transport

  • Tiere langsam an die Zieltemperatur gewöhnen
  • Vorsichtig in das Aquarium oder Terrarium einsetzen
  • Verhalten der Tiere beobachten


Autor: Tierärztin Inga von der Ohe

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